Most icebergs are white. The reason is the story of how these giants have emerged: The ice of the icebergs has been formed in the glaciers out of compressed snow. Because of air bubbles, which are trapped in the ice, the light is scattered strongly in many directions. If an iceberg, which contains many air bubbles and which is illuminated by light, the scattering to the air bubbles ensures that the light beams are mixed strongly. The effect of mixing and diversion is a glaring white iceberg. Each color corresponds to a different wavelength. The larger the wavelength, the more light is absorbed by the ice. Frozen water acts like a faint color filter: The icebergs appear blue because red, orange, yellow and green light is swallowed inside the iceberg. This color effect is called selective absorption. The reason lies in the structure of ice crystals: the chemical bonds in the crystal lattice absorbs the light to different degrees depending on their wavelength - how exactly will depend on the number of oscillations of the bonds and is still under investigation. Photos from the blue ice seem to be almost always manipulated, the strong blue color on site exceeds all expectations and can hardly be shown in any photo at all. Link to gallery >>>
Sonntag, 4. November 2012
The Mystery of Greenlands blue ice
Labels: False Kiva, Canyonlands, Utah, USA
Arctic Circle,
Greenland
Sonntag, 28. Oktober 2012
Vom Rätsel des blauen Eises
Die meisten Eisberge sind weiss. Das liegt an der Geschichte, wie diese Kolosse entstanden sind. Das Eis der Eisberge bildet sich in den Gletschern auf dem Land aus Schnee, der zusammengedrückt wird. Dabei werden Luftbläschen im Eis eingeschlossen. Sie streuen das Licht sehr stark in viele Richtungen. Wird ein Eisberg, der sehr viele Luftbläschen enthält, von Licht beschienen, dann sorgt die Streuung an den Luftbläschen dafür, dass die Lichtstrahlen stark vermischt werden. Das gesamte auftreffende Licht wird reflektiert, man spricht von einer Totalreflexion. Die Wirkung der Mischung und Umleitung ist ein gleißend weißer Eisberg.
Tiefblau schimmert ein Eisberg nur, wenn er sehr wenige Luftbläschen enthält. Bei den blauen Eisbergen handelt es sich um Eis, das sehr hohem Druck ausgesetzt war. Dabei ist im Laufe von vielen Jahren immer mehr Luft aus dem Eis gepresst worden. Nun werden nicht mehr alle Lichtanteile reflektiert, sondern nur noch die blauen. Meist handelt es sich beim blauen Eis um sehr altes Eis, das bereits vor mehreren zehntausend Jahren entstanden ist. Die seltenen tief-blauen Eisberge lassen sich vor allem im Süden Grönlands finden, sie bestehen aus sehr kompaktem Eis ohne Lufteinschlüsse, in dem das Licht so gebrochen wird, dass es blau erscheint.
Jede Farbe entspricht bekanntlich einer anderen Wellenlänge. Je größer die Wellenlänge ist, desto mehr Licht wird vom Eis absorbiert. Gefrorenes Wasser wirkt wie ein ganz schwacher Farbfilter: Die Kolosse schimmern blau, weil rotes, orangenes, gelbes und grünes Licht im Innern der Eisberge geschluckt wird. Dieser Farbeffekt wird als selektive Absorption bezeichnet. Die tiefere Ursache liegt im Aufbau der Eiskristalle: Die chemischen Bindungen in dem Kristallgitter absorbieren das Licht je nach Wellenlänge unterschiedlich stark – wie genau, hängt von den zahlreichen Eigenschwingungen der Bindungen ab und ist nach wie vor Gegenstand der Forschung.
Fotos vom blauen Eis wirken fast immer farbmanipuliert, die starke blaue Farbe vor Ort sprengt alle Vorstellungen und kann kaum glaubhaft im Foto abgebildet werden. Link zur Bildergalerie >>>
Labels: False Kiva, Canyonlands, Utah, USA
Arctic Circle,
Blaues Eis,
Greenland,
Polarkreis
Sonntag, 15. Juli 2012
Grönland: Das Land des ewigen Eises
2700 Kilometer lang, 1000 Kilometer breit und keine Strassen!
>>> Link zur Fotogalerie
Grönland ist ein Land der starken Kontraste. Die extremen Jahreszeiten reichen vom langen und dunklen Winter bis hin zu den milden, hellen Sommertagen, in denen die Mitternachtssonne für die „weissen“ Nächte sorgt. Die Schönheit der gigantischen Eisberge und des „ewigen Inlandeises“ sind begleitet von einer einmaligen Stille, die nur durch das Geräusch der kalbenden Gletscher und dem Geheul der Schlittenhunde unterbrochen wird.
Den rauen, beständigen Formen des allgegenwärtigen Urgesteins stehen die fragilen und vergänglichen Formen des Eises gegenüber. "Es gibt einen Ort, an dem die Sehnsucht nach Eis beginnt", schreibt TV-Journalist und Abenteurer Markus Lanz in seinem Buch: "Das geht jedem so, der nach Grönland reist, bis heute." Und Ilulissat am Jakobshavn Isfjord (seit 2004 UNESCO-Weltnaturerbe) ist die Stadt, wo die Eisberge geboren werden. Deshalb ihr Name, der in der Sprache der Inuit ganz einfach "Eisberge" bedeutet. Hier gibt es Eisberge von überwältigender Schönheit direkt vor der Haustür: Einige sind Kathedralen aus Eis, andere filigrane Gebilde, die Tieren ähneln oder in der Mitternachtssonne mit goldenem Licht übergossen werden.
Mit 43 Millionen Tonnen Eis gilt der sieben Kilometer lange Ilulissat Gletscher als der produktivste der nördlichen Halbkugel. Täglich schiebt er sich bis zu 40 m nach Westen. Dabei brechen riesige Eisberge ab, die mehrere Kilometer lang und bis zu 1000 Meter hoch sein können. Sie ragen bis zu 150 m aus dem Wasser. 55 Kilometer entfernt an der Mündung zur Disco-Bucht laufen die abgebrochenen Eisstücke auf die unterseeische und flache Fjordschwelle auf. Größere Eisberge stranden und zerbrechen dort. Die kleineren gelangen hinüber ins Meer, gehen auf Reise nach Süden. Wohl einer davon wurde der Titanic zum Verhängnis.
Für den Fotografen sind die Bedingungen in Grönland einfach traumhaft: Je nach Jahreszeit bestehen aufgrund der Mitternachtssonne beste Lichtverhältnisse über viele Stunden. Unterwegs auf dem Wasser findet sich ein fast unglaublicher Reichtum an einmalige Motiven. Zudem ändern sich die Bildinhalte fast laufend, Eisberge drehen sich, brechen auseinander und das wechselhafte Wetter sorgt für immer neue und interessante Lichtbedingungen. Die Vergänglichkeit ist hier besonders spürbar, macht allerdings den besonderen Reiz aus, denn jedes Motiv ist unwiederholbar und wird damit zum Unikat. Für jeden, der eine Fotoreise nach Grönland plant, kann nur genügend Speicherplatz empfohlen werden.
Die Anreise nach Grönland erfolgt meist von Kopenhagen aus, von wo es eine direkte Flugverbindung nach Kangerlussuaq, den Hauptflughafen Grönlands gibt. Er liegt in Mittelgrönland etwa 25 km vom Inlandeis entfernt am Ende eines 170 km langen Fjordes. Der im Wesentlichen aus Flughafenanlage bestehende Ort diente von 1941 bis 1992 den USA als Luftwaffenstützpunkt. Strassen gibt es grundsätzlich nur in den Städten, die aber eher Siedlungscharakter haben und beschaulich wirken. Auto fahren wird so zum Hobby und man reist innerhalb Grönlands nur mit dem Flugzeug (was sich nur wenige leisten können) oder vor allem mit dem Schiff.
Mit 2.2 Mio km2 ist Grönland die größte Insel der Erde, über 80% sind davon mit einem 3.5 Kilometer dicken Eispanzer bedeckt ist. Alle Städte und Dörfer liegen an der eisfreien Küste. Die Luft ist klar, die Temperaturen im Sommer können zwischen 5°C und 25°C variieren. Das Meer rund um Grönland ist mit Eisbergen bedeckt und sehr kalt.
Trotz der rund 400000 Besucher pro Jahr habe ich Grönland als noch weitgehend unberührt vom Tourismus erlebt: In der Regel verlagert sich dieser auf die Kreuzfahrtschiffe, die aber das Land nur wenig berühren. Trotzdem herrscht allenthalben Goldgräberstimmung bei Dänen, Amerikanern, Russen und anderen Völkern, die sich aber weniger auf den Tourismus als auf die Ausbeutung der reichen Bodenschätze bezieht. Mit dem sich aufgrund des Klimawandels zurückziehenden Eispanzer lassen sich die Bodenschätze einfacher und kostengünstiger erschliessen. Die Inuit haben hier wohl wie immer das nachsehen (Mehr zur Geschicht der Inuit auch unter dem folgenden Link.
>>> Link zur Fotogalerie
Labels: False Kiva, Canyonlands, Utah, USA
Arctic Circle,
Greenland,
Polarkreis
Greenland: Land of eternal Ice
2700 Kilometer long, 1000 Kilometer wide and no roads
In spite of the approximately 400,000 visitors per year I've experienced Greenland as still largely untouched by tourism. In general more than 90% of the visitors travel to the island by cruise ships and and they don't explore the silent bays and islands close to the coastline. Nevertheless, everywhere gold-rush atmosphere prevails among the Danes, Americans, Russians and other nations to exploit the natural resources which can be accessed much easier due to climate change.
More images under the following link...
Greenland is the country of amazing contrasts. The extreme seasons range from the long, dark winters to the mild, bright summer days, when the midnight sun is never below the horizon. The beauty of the gigantic icebergs and the "eternal ice sheet" are accompanied by a unique silence, broken only by the sound of calving glaciers and the howl of the sled dogs.
The rugged, resistant forms of the primary rock in Greenland face the fragile and ephemeral forms of the ubiquitous ice. "There's a place where the desire for ice begins," TV journalist and adventurer Mark Lance writes in his book "Traveling to Greenland". And Ilulissat on Jakobshavn Isfjord (since 2004 a UNESCO World Heritage site) is the city where the icebergs are born. Therefore the name, which means in the language of the Inuit simply "icebergs". There are icebergs of incredible beauty right outside the front door: Some appear as cathedrals of ice, other delicate formations are looking as phantasy animals and sometimes icebergs seem to be unreal in the golden light of the midnight sun.
With 43 million tons of ice daily and a speed of 40-50 meters the seven kilometer long Ilulissat glacier is considered as the most productive in the northern hemisphere. 55 kilometers away at the mouth of the discobay the broken pieces of ice run into a shallow submarine threshold. Larger icebergs break there and the smaller one's go over into the sea to their journey to the south. Probably one of them became the Titanic's destiny.
For the photographer, the conditions in Greenland are remarkable: Depending from the season the midnight sun lighting conditions are best for many hours on the water and move to an almost incredible number of opportunities of unique motifs which change almost constantly: Icebergs turn, break apart and the changing weather turns always in new and interesting light conditions. Every subject becomes unrepeatable and is thus unique. For anyone who is planning a photo trip to Greenland enough disk space is strongly recommended!
The trip to Greenland starts mostly from Copenhagen, from where there is a direct flight to Kangerlussuaq, Greenland's main airport. It is located in central Greenland with a 25 km distance to the ice cap. Roads are basically only in the cities, which have rather tranquil village character, so driving a car becomes a hobby and you will travel in Greenland only by plane or especially by boat.
With 2.2 million km2, Greenland is the largest island in the world, over 80% is covered with a thick 3.5 km layer of ice. All towns and villages are on the ice-free coast. The air is clear and the summer temperatures can vary between 5 ° C and 25 ° C. The sea around Greenland is covered with icebergs and very cold.
In spite of the approximately 400,000 visitors per year I've experienced Greenland as still largely untouched by tourism. In general more than 90% of the visitors travel to the island by cruise ships and and they don't explore the silent bays and islands close to the coastline. Nevertheless, everywhere gold-rush atmosphere prevails among the Danes, Americans, Russians and other nations to exploit the natural resources which can be accessed much easier due to climate change.
More images under the following link...
Labels: False Kiva, Canyonlands, Utah, USA
Arctic Circle,
Greenland
Samstag, 7. April 2012
Selected Works in Black and White / Ausgesuchte Arbeiten in Schwarz-Weiss
![]() |
| Yellow Mountain by night / © Christoph Weisse |
In recent years black-and-white photography experienced a real renaissance. Myself I have been fascinated by black and white photography for a long time, but I've never found the right approach. The realization in black and white intensifies the artistic expression of an image and creates space for unique conciseness. Exciting is the opportunity of intensifying the artistic statement, although the basic photographic problems hardly differ from those of color photography. Only in a single discipline, there is an irreconcilable opposition between two classes: main design factor of a successful black and white image is probably the theme and its effective staged formal gray scale dynamics. In color photography the design possibilities of color, where photographic realization challenges the photographer in a different way as the formal thinking in shades of brightness and its implementation in graphical expressive black and white. In the photo gallery I've now uploaded some selected works >> Link
![]() |
| Metate Arch with Moon / © Christoph Weisse |
In den letzten Jahren erlebt die Schwarz-Weiß-Fotografie eine regelrechte Renaissance. Die ausdrucksstarke Umsetzung in grafisches Schwarzweiß intensiviert die künstlerische Aussage eines Bildes und schafft damit Raum für einmalige Prägnanz. Mich selbst hat die Schwarzweiß-fotografie schon seit langer Zeit fasziniert, allerdings habe ich bisher nie den richtigen Zugang gefunden. Spannend ist die Möglichkeit zur künstlerischen Intensivierung der Bildaussage, wobei sich allerdings die grundlegenden fotografischen Problemstellungen kaum von denen der Farbfotografie unterscheiden. Nur in einer Einzeldisziplin gibt es zwischen beiden Gattungen einen unvereinbaren Gegensatz: Zentraler Gestaltungsfaktor eines guten fotografischen Schwarzweiß-Bildes ist das Motiv und dessen wirkungsvoll inszenierte formale Grauwertdynamik. In der Farbfotografie dagegen treten an diese Stelle die Gestaltungsmöglichkeiten der Farbe, wobei deren fotografische Umsetzung gänzlich andere Anforderungen an den Fotografen stellen als das primär formale Denken in Helligkeitsnuancen und ihre ausdrucksstarke Umsetzung in grafisches Schwarzweiß. In der Fotogalerie habe ich jetzt einige ausgewählte Arbeiten hochgeladen >> Link
Labels: False Kiva, Canyonlands, Utah, USA
Black and white photography,
Schwarz-Weiß-Fotografie
Abonnieren
Posts (Atom)









